Morgenrot

Morgenrot ist ein deutscher Kriegsfilm, der im Herbst 1932 von Gustav Ucicky gedreht wurde und im Jahre 1933, kurz nach der Machtergreifung von Hitler, in Essen uraufgeführt wurde. In den Hauptrollen sind Rudolf Forster, Fritz Genschow , Adele Sandrock und Camilla Spira zu sehen. Somit wurde der Film zu Zeiten der Weimarer Republik gedreht, neigt aber dazu, den Ersten Weltkrieg patriotisch und nationalistisch wiederzugeben. Das Drehbuch basiert auf den Mitschriften Edgar Freiherr von Spiegels, die unter dem Namen „Kriegstagebuch U 202“ bereits der Öffentlichkeit bekannt waren.

Der Film ist eingebettet in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein deutsches U-Boot unter der Leitung von Kapitänleutnant Liers sticht nach einem kurzen Heimurlaub wieder in See. Der Zuschauer erhält Einblicke in die Gemütslage der Besatzungsmitglieder, die kriegsmüde zu sein scheinen und sich nur schwer von ihren Freundinnen und Familien trennen können.

Im Laufe der Handlung versenken die Deutschen ein englisches Kriegsschiff und es scheint alles nach Plan zu verlaufen. Bis das U-Boot in eine Falle tappt und aufgrund eines Angriffs zu sinken beginnt. Die Schäden an dem U-Boot sind so stark, dass es nicht mehr auftauchen kann und sich immer mehr mit Wasser füllt. Aufgrund der Tatsache, dass nur acht Tauchretter zur Verfügung stehen, die Mannschaft jedoch aus zehn Menschen besteht, beginnt ein dramatischer und zäher Kampf, wie in dieser katastrophalen Situation weiter vorgegangen werden soll. Als mutige Soldaten entscheidet sich die Mannschaft dafür, dass keiner die Tauchretter nutzen soll, denn die Pflicht eines jeden heroischen Soldaten ist es, kameradschaftlich zu handeln. Die Geschichte nimmt eine Wende, als der Erste Offizier Fredericks und der Matrose Petermann sich mithilfe einer Waffe selber erschießen, sodass die verbleibenden acht Insassen sich dank der Tauchretter in SIcherheit bringen können.

In der Rezeption verursacht der Film so einige Kontroversen. Für nicht wenige Kritiker verherrlicht der Film den Krieg und somit den Nationalsozialismus, zumal der Film dank Goebbels und Hitler als heldenhaftes Beispiel dargestellt wurde, wie Deutsche für ihre Nation zu sterben bereit sein sollen. Andere Kritiker wiederum sind der Meinung, dass der Film vom Nationalsozialismus missbraucht worden ist. Als Beispiel wird die Figur der Mutter Liers angeführt, dargestellt von Adele Sandrock, die recht offensichtlich im gesamten Film am Sinn und Nutzen des Krieges im Allgemeinen zweifelt. Der Film wurde in Kiel und in Helsingfors gedreht.

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